Schätzungsweise 900 000 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren müssen in Sri Lanka Kinderarbeit verrichten. Fast zehn Prozent dieser Kinder arbeiten unter gefährlichen und ungünstigen Bedingungen wie z.B. im Bergbau und in der chemischen Industrie, betätigen gefährliche Maschinen oder sind Pestiziden ausgesetzt.

Die Kinderarbeit kommt in armen Familien besonders häufig vor; selbst kleine Kinder müssen ihre Eltern unterstützen und werden deshalb zum Arbeiten geschickt. Viele dieser Kinder können keine Schule besuchen und erhalten deshalb keine Grundausbildung. Jungen in ländlichen Gebieten sind besonders davon betroffen.

Schätzungsweise 340 000 Kinder wachsen in Sri Lanka ohne elterliche Fürsorge oder bei nur einem Elternteil auf. In vielen Fällen ist die Armut der Hauptgrund dafür, dass Kinder ohne elterliche Fürsorge zurückbleiben. Arme Mütter setzen häufig ihre Säuglinge aus, weil sie nicht für sie sorgen können. Der Bürgerkrieg, der so viele Jahre in Sri Lanka wütete, hatte auch Auswirkungen auf den jüngsten Teil der Bevölkerung; viele kleine Jungen wurden in bestimmten Regionen des Landes für den Kampf rekrutiert.